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Wenn du heutzutage einen Wettbewerb fliegen willst, kommst du um ein elektronisches Navigationssystem nicht drum rum.

Alleine schon die Aufgabe, bei 2000 m Basis der Kumuluswolken eine Abfluglinie unter 1500 m möglichst genau zu unterfliegen, ohne Höhe zu verschenken, auch noch mit einer Grundgeschwindigkeit unter 150 km/h, ist ohne eine solche Hilfe fast nicht möglich.

Die Orientierung auf Kurs wird mit einem solchen System so stark vereinfacht, dass du dich wirklich auf flugwegtaktische Dinge konzentrieren kannst. Mit einem solchen System ist das knappe Umrunden eines Wendepunkts ein Klacks.

Bestimmte Aufgabentypen (AAT, MAT) sind ohne eine solche Hilfe im Einsitzer kaum erfolgreich zu bewältigen.

Natürlich: Auch die Handhabung dieser Geräte will gekonnt sein. Und natürlich: Die Hilfe dieser Geräte gerät zum Disaster, wenn sie falsche Daten enthalten.

Aber das lässt sich lernen und die richtigen Daten bekommt man in der Regel vom Ausrichter.

Man tut man gut daran, genau diese Daten zu verwenden, die der Ausichter liefert. Nur die sind verbindlich, auch wenn da objektiv Fehler drin sind. Du kannst nur VOR dem Eröffnungsbriefing darauf aufmerksam machen. Danach wird mit den Fehlern geflogen.

 

Die billigste Variante eines Navigationssystems ist der Einsatz von XCSoar (kostenlos) auf einem Compaq-HP-iPaq PDA und eine Anbindung an eine GPS-Quelle. Das herzustellen ist kein Kunststück. Eine GPS-Datenquelle hat fast jeder im Cockpit, das FLARM. Das wird heute für 400 Euro darstellbar sein.

"Preislich" nach oben gibt es kaum Grenzen für Navigationssysteme. Du kannst 2000 Euro und mehr ausgeben. Viel mehr Funktionalität bekommst du auch mit einem LX9000 oder einem ALTAIR nicht, nur bessere Ablesbarkeit.

Streak Einbau in DG800 provisorischAllen teuren Systemen ist eines eigen: Sie haben große helle Displays und sind so groß und schwer, dass sich eine Befestigung am Haubenrahmen nicht mehr sicherherstellen lässt. Es ist ratsam, sie ins I-Brett einzubauen. Weil sie dort aber viel Platz brauchen, musst du das gesamte I-Brett neu gestalten.

Bei den leichteren System im Stile von PDAs ist zZ wohl das DELL Streak die beste Wahl. Das Streak ist ein Massengerät, deshalb billig (< 350 Euro). Es gibt spezielle Schwanenhalshalterungen dafür, die sich leicht im I-Brett oder an die Haube bauen einbauen lassen, und das Display ist annähernd so hell wie bei den ganz teuren Geräten. Mit dem Dell Streak kostet ein Navigatiosnsystem weniger 500 Euro. Es kann aber fast alles, was die teuren Geräte auch können.

Allerdings: Der Streak ist schon wieder aus der Produktion genommen worden. Die kurzen Produktzyklen sind aus unserer Sicht ein Nachteil der Massengeräte. Es gibt jedoch noch eine Menge Neu-Geräte auf dem Markt und danach gibt es ja ebay.

 

Nachsatz 2016 : Der Vorrat an STREAKs trocknet offensichtlich aus. Ich habe meine drei Streaks noch zu respektablen Preisen verkaufen können und nutze jetzt an Stelle des STREAKs ein Samsung S5. Das Samsung hat zwar den Nachteil einer etwas schlechteren Ablesbarkeit, aber den Vorteil der BlueTooth 3.1 Kompatibilität. Und aufbauend auf dieser Komunikationsmöglichkeit und der gütigen Hilfe von Stefan Langer habe ich meinen Kahn jetzt mit einer Fernsteuerung für XCSoar ausgestattet.

 

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