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Da auf einem Wettbewerb in der Regel mehrere Klassen fliegen, ist es üblich, die Klassen aus Sicherheitsgründen möglichst zu separieren.

AufgabenübersichtDie verschiedenen Klassen bekommen verschiedene Abflugpunkte, damit das Gesamtfeld vor dem Start schon entzerrt ist. Und die Klassen bekommen auch meistens unterschiedliche Aufgaben, so dass es auf der Strecke nicht zu Pulks unterschiedlicher Klassen kommt.

Geflogen wird entweder um einen genau fixierten Kurs herum (Racing-Aufgabe) oder es werden Wendegebiete definiert, innerhalb derer der Pilot seine Wenden frei wählen kann (GPS-Position) (bei SAA oder DAA).

Die Startlinie besteht nach DAeC-WBO aus einem "Tor", das - rechtwinklig zum ersten Kurs - sich nach jeder Seite vom Startpunkt aus 10 km ausdehnt.

SektorregelungDie Sektoren an den Wendepunkten bestehen aus einem "Tortenstück", das als Mittelinie die Winkelhalbierende von Anflugkurs zur Wende und Abflugkurs hat und sich auf beiden Seiten jeweils 45 ° ausdehnt. Die Schenkellänge des "Tortenstücks"  ist 10 km lang. Um den eigentlichen Wendepunkt herum steht zusätzlich noch ein "Fass" mit 0,5 km Radius. Mindestens ein Punkt des Logger-Schriebs muss nachweisen, dass du dich innerhalb dieser Fläche aufgehalten hast, damit dir die Wende als "gültig umrundet" anerkannt wird. Das Bild links ist ein Schema, es ist nicht massstabsgetreu.

Baustelle

Die Wendegebiete sind definiert als Kreise oder Kreissektoren um gegebene Koordinaten. Hier gibt es keine "zusätzlichen" Fässer. Die Kreise können willkürliche Radien und die Sektoren willkürliche Orientierungen haben.

Die Ziellinie ist wie die Startlinie ein "Tor", allerdings mit jeweils nur 0,5 - 1,0 km Ausdehnung auf jeder Seite des Zielpunktes. Die Orientierung des Tors hängt meist an der Landerichtung : Tor senkrecht zur Landerichtung auf der Schwelle der Bahn.

Um zu verhindern, dass bei einem schrägen Anflug auf die Ziellinie Krampfkurven in niedriger Höhe geflogen werden, ist es Usus geworden, durch einen letzten Wendepunkt, der kurz vor dem Platz liegt, dafür zu sorgen, dass alle Endanflüge ungefähr in Bahnrichtung erfolgen.

Bei internationalen Wettbewerben gibt es durchaus auch andere Regelungen für Sektoren, Linien und Wendegebiete, auch bei kleinen Wettbewerben wie zum Beispiel dem "Hohenloher Vergleichsfliegen" gelten lokale Regeln (kleine Abweichungen gegenüber oben).

Ziellinien als Tore auf dem Platz führen zu spektakulären, aber auch gefährlichen Endanflügen. Bei der letzten WM in Szeged wurde nach dem Zusammenstoß zwischen einem niedrig anfliegenden Segelflugzeug und einem vorbeifahrenden Lastwagen die Ziellinie als Kreis um den Zielflugplatz definiert, wobei die Kreislinie nicht unter eine Grenzöhe überflogen werden durfte zur Anerkennung der Ziellandung. John Cochrane hat diese Lösung schon vor Jahren vorgeschlagen.

Im Dezentralen Wettbewerb und für FAI-Leistungsabzeichen sind Start und Ziel und die Sektoren anders definiert, immer als Sektor ohne Fass.

 

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