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Ob du bei einem Streckenflug die gestellte Aufgabe erfüllen kannst, hängt natürlich von deinem Können und der Leistungsfähigkeit deiner Maschine ab, aber auch von der Wahl deiner Strecke. Eine Rolle dabei spielen aber auch

  • der Tagesgang der Wetterentwicklung
  • die verfügbare thermisch aktive Zeit in Relation zu deiner Aufgabe
  • die Ausrichtung und Länge der Schenkel deiner Aufgabe relativ zu Windrichtung und -stärke
  • die Ausrichtung und Länge der Schenkel deiner Aufgabe relativ zum Tagesgang der Sonne und der Thermik
  • die Ausrichtung und Länge der Schenkel deiner Aufgabe in Bezug auf die Orografie.

Den ersten Aufzählungspunkt hast sicher in deinem Streckenkatalog schon berücksichtigt und damit alle Aufgaben, die an diesem Tag mit deinem Können und deinem Flugzeug nicht zu machen sind, ausgeschlossen.

 

Zur Auswahl aus den verbleibenden Strecken solltest du folgendes bedenken :

Bei fühlbarem Wind (> 15 km/h) ist es vorteilhaft, den längsten Schenkel deiner Dreiecksstrecke gegen den Wind zu legen. Du profitiert dabei davon. dass sich Thermik in Windrichtung reiht, auch wenn es keine ganz ausgeprägten Wolkenstraßen gibt. Genau gegen den Wind ist das Delphinieren, Schwabbeln und Geradeausfliegen am einfachsten.

Bei fühlbarem Wind (> 15 km/h) ist es vorteilhaft, den letzten Schenkel mit einer Rückenwindkomponente zu fliegen. Wenn die Thermik nachlässt, du noch eine Nullschieber oder ein wenig mehr hast, dann trägt dich der Wind nach Hause.

Bei fühlbarem Wind (> 15 km/h) ist es vorteilhaft, den ersten Schenkel in der noch aufbauenden schwachen Thermik mit einer Rückenwindkomponente zu fliegen, aus dem gleichen Grund : Der Wind trägt dich vorwärts.

 

Wenn es mit den anderen Randbedingungen verträglich ist, solltest du den letzten Schenkel so legen, dass du nicht in die Sonne fliegen musst. Die Sonne niedrig vor dir hindert dich daran, schwache Wolkenentwicklungen vor dir noch zu erkennen, wenn du auf das letzte Quäntchen Aufwind angewiesen bist.

 

Wähle deine Aufgabenschenkel so, dass du aufwindschwache Gebiete ganz meiden kannst oder dass du sie ohne viel Umweg weiträumig umfliegen kannst.

 

Wenn die Thermik bei dir am Platz erfahrungsgemäß später einsetzt als an ein paar bekannten Punkten in der näheren Umgebung, dann kannst du versetzt abfliegen. Lass dich dorthin schleppen und nimm den ersten Bart so niedrig wie du kannst.

Der DMSt und der OLC bestimmen in ihrem jeweiligen Regelwerk wie weit der Abflugpunkt, der dann auch dein Zielpunkt sein muss, von deinem  Startplatz weg sein darf. Und die Regelwerke bestimmen auch, um wieviel niedriger als beim Abflug du den Zielpunkt erreichen darfst, ohne dass die Punkte abgezogen werden.
 

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