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Segelfliegen ist kein sicherer Sport wie zum Beispiel Eisstockschießen. Unfälle passieren, oft sind sie vermeidbar, aber sie passieren. Wenn ein Unfall beim Überlandfliegen oder beim Gebirgsfliegen passiert, also nicht am Platz bei Start und Landung, dann ergibt sich eine ernste Situation, wenn Pilot und/oder Passagier zwar den Unfall überleben (Fallschirm oder Crash oder auch nur nach einer Außenlandung !!), aber am gleichen Abend nicht gefunden werden.

NotfallutensilienEin Verletzter mit einem offenen Bruch oder einem anderen schweren Trauma, der nicht in die Zivilisation laufen kann und keine weitere Vorsorge getroffen hat, hat eine deutliche Chance, in einer kalten Juni-Nacht im Flachland an Unterkühlung zu sterben, im Gebirge kannst du fast darauf wetten.

Für diesen unwahrscheinlichen, aber dann gefährlich ernsten Fall kannst du rational Vorsorge treffen : Du brauchst eine minimale Sicherheitsausrüstung für den Fall einer überlebten Katastrophe. Ein paar Utensilien musst du an der Frau / am Mann tragen, sinnvollerweise auf der Brust am Fallschirmgurt festgemacht :

ELT Kannad 406 MHz

Spot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • ELT oder SPOT, damit eine Chance besteht, dass der Rest der Welt was von deinem Missgeschick erfährt
  • ein Handy (nicht im Flugzeug, sondern am Mann), damit du eventuell (so die Netzabdeckung das zuläßt) Hilfe rufen kannst (hier nicht abgebildet)
    Wenn du im Ausland fliegst, sollte dein Handy eine SIM-Karte aus dem Gastland haben, denn es gibt organisatorische & regulatorische Schwierigkeiten, falls man dich - wenn notwendig -  in einem Gastland per Handy mit deutscher SIM-Karte orten will.
  • eine Trillerpfeife (das muss eine richtige Schiedsrichterpfeife sein, "ACME Thunderer" 130 dB), damit du eintreffende Helfer auf dich aufmerksam machen kannst
  • Signalpistölchen mit Munition zum gleichen Zweck, damit du dem Hubschrauber zeigen kannst, wo du bist
  • Feuerzeug, damit du ein Feuer machen kannst, um dich zu wärmen oder damit du gefunden wirst.

Vielleicht musst du dein Flugzeug anzünden – kein Jux, habe ich 1997 in Aosta erlebt, führte zu einer spektakulären Rettung in letzter Minute.
Skript für einen Film : Heldenhaftigkeit des Rettungsteams und alles.

  • Stirnlampe / Taschenlampe gegen das Fürchten im Dunkeln
  • Massives Messer zum Gurtschneiden
  • Multiwerkzeug (Leatherman)
  • mehrere Alufolien zum Warmhalten und zum provisorischen Abdecken von Verletzungen
  • Bundeswehr-Erkennungsmarke oder etwas ähnliches, was ein Feuer und/oder biologische Zersetzung überdauert.


Du empfindest diese letzte Forderung als makaber ? Dann denk mal scharf nach. Das hilft zwar nicht dir, aber deinen Angehörigen.

 

Hans Trautenberg hat dazu einen Artikel veröffentlicht, auf den den ich hier verweise.

 

 

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