1000 Zeichen verbleibend
Dateien hinzufügen

Für uns Segelflieger ist an der ganzen Meteorologie am Wesesentlichsten, dass sie uns die Entstehung von Aufwinden so erklärt, dass Aufwinde für uns vorhersehbar und somit geplant nutzbar werden.

Drei Aufwindarten sind von praktischer Bedeutung (in der Reihenfolge der Entdeckung):

  • Hangaufwind
  • Thermischer Aufwind
  • Wellenaufwind

Mit dem Hangaufwind fing auf der Rhön und in Rossitten alles an. Erst in den 20-iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Thermik systematisch nutzbar gemacht. Und Ende der 30-iger Jahre entdeckte Wolf Hirth die Wellenaufwinde im Riesengebirge.

 

Wie Hangaufwind entsteht ist, das ist intuitiv klar.

Die Luftmasse wird über einen Berg getrieben. Und weil sie nicht DURCH den Berg kann, muss sie drüber oder drum herum. Dass sie auch drum herum kann, gefällt den Hangfliegern gar nicht, sie wollen die Luftströmung über den Berg, denn nur die können sie im ansteigenden Ast, im Luv des Berges ausnutzen.

Erst bei genauem Hinschauen wird klar, dass sich die physikalischen Phänomene beim Hangaufwind nicht immer auf das beschränken, was du als Nicht-Meteorologe intuitiv siehst. Das vordergründige Phänomen Hangaufwind kann sehr komplex aufgebaut sein, er wird durch die Geländeform geeinflusst, er kann mit Thermik zusammen spielen. Auf diese Feinheiten wird an anderer Stelle eingegangen.

 

Die nächste Aufwindart, "Thermik", entsteht bei thermischen, also temperaturbedingten Umlagerungen in der Atmosphäre. Die Beschreibung dieser Phänomene fällt in eine wissenschaftliche Disziplin mit Namen "Thermodynamik". Und es gibt wenige Felder der Physik und des Ingenieurswesens, die so komplex sind wie dieses. Ich werde versuchen, die Zusammenhänge, in dem Rahmen, wie sie für uns Segelflieger von Belang sind, einfach darzustellen.

 

Und zuletzt werde ich auch Wellenaufwinde erklären. Sie entstehen durch (relativ) langsames Schwingen von großen Luftmassen, die aus ihrer gleichmäßigen Bewegung ausgelenkt wurden, zum Beispiel hinter Bergen oder an Drucksprüngen.

 

Ich will gleich eingangs betonen, dass wir Segelflieger es sehr selten mit nur einer Aufwindart alleine zu tun haben. Meist erleben wir zwei oder gar alle drei Aufwindarten gemischt (siehe Bemerkung bei Hangaufwind). Das macht mir die Erklärung der Phänomene nicht gerade einfacher. Aber es macht sie auch spannender.

 

 Baustelle : da fehlen Bilder

 

Zum Beginn des Kapitels

 

 

Du musst eingeloggt sein, um Kommentare schreiben zu können.

Version 8 ---- Copyright © 2008 - 2017  Horst Rupp