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Wenn du dich nach der Außenlandung auf einem Flugplatz zurück schleppen lässt – oder vielleicht wegen guter Wetterbedingungen sogar aus eigener Kraft nach einem Windenstart wieder nach Hause kommst -  gilt das bisher über die Versorgung des Flugzeuges gesagte.

Nach der Landung auf einem Acker oder der Rückholung von einem Flugplatz kannst du in der Regel dein Flugzeug nicht so versorgen wie bei einer Landung am Heimatplatz.

Deine Kameraden/innen erwarten aber von dir, das Flugzeug beim nächsten Flugbetrieb in gebrauchsfähigem Zustand vorzufinden.

Das bedeutet, dass du dich (wenn am nächsten Tag Flugbetrieb stattfinden soll) noch am Abend nach der Ankunft am Heimatplatz oder spätestens am nächsten Morgen in aller Frühe um folgende Dinge kümmern musst (ansonsten bis zum nächsten Samstag):

  • Falls du nach der Landung einen Schaden am Flugzeug feststellst, musst du dies ohne Umschweife bei deiner telefonischen Landemeldung mitteilen. Stelle sicher, dass diese Meldung an einen Werkstattleiter weiter geleitet wird. Der wird entscheiden, ob das Flugzeug nach Hause oder am besten gleich in einen LTB gebracht wird. Schäden bei einer Außenlandung sind manchmal nicht zu vermeiden, keiner wird dir deswegen den Kopf abreißen. Einen Schaden aber zu verheimlichen kann zu einer Lebensgefahr für andere werden. Dieser Fall wird aber nicht eintreten, weil:Du kannst außenlanden und bist Manns genug, für einen Schaden einzustehen !!
  • Flugzeug außen vom Dreck des Außenlandeackers befreien. Das kann u.U. recht viel Zeit in Anspruch nehmen, wenn´s geregnet hatte und du den halben Acker im Radkasten mitgenommen hast. Vielleicht musst du auch den Rumpf umdrehen, um zunächst unsichtbare Schäden von Steinen des Ackers zu sehen. Wenn Schäden an der Rumpfunterseite oder an der Flügelunterseite (kann sehr leicht beim Ablegen des Flügels auf Getreidestoppeln passieren) zu sehen sind, ziehe einen Werkstattleiter zu Rate.
  • Die Mückenleichen des letzten Fluges und den Staub des Ackers abwaschen, evtl. nachpolieren, Klebestreifenreste entfernen.
  • Cockpit aussaugen, Stroh, Staub, Getreideähren machen sich nicht gut. Mit einem feuchten Lappen das Cockpit innen vom Staub zu befreien. Dabei kannst du auch ruhig mal über das Instrumentenbrett und besonders über die Deckscheiben der Instrumente wischen. Beim Aussaugen die Lüftung nicht vergessen, dort setzen sich Staub und Ähren beim Rollen nach der Landung gerne hinein. Beim nächsten Start fliegt dem Piloten dann durch die Lüftung der Dreck ins Gesicht.
  • Flugzeug neu montieren, abkleben.
  • Die Batterien hast du selbstverständlich bereits am Abend deiner Ankunft auf dem Flugplatz an die Ladestation gehängt, den Logger ausgelesen, den Fallschirm ordnungsgemäß gelagert und im Bordbuch deinen Flug eingetragen oder einen Zettel mit deiner Landezeit hinterlassen.

Wenn du das alles beherzigst, sagt trotzdem keiner ein Dankeschön, wenn er das Flugzeug am nächsten Flugtag flugfertig vorfindet. Weil dies eine Selbstverständlichkeit ist. Und du wirst ohne Murren der Anderen jederzeit wieder ein Flugzeug zum Überlandfliegen bekommen. Wenn die Anderen aber am Samstag ein Flugzeug vorfinden, das vor Dreck starrt, oder es erst gar nicht finden, weil es noch im Hänger schlummert, kannst du sicher sein, dir den Unwillen all derer zugezogen zu haben, die hoffnungsvoll auf den Flugplatz gekommen sind, vielleicht Pläne für große Strecken in der Tasche haben und dann erst mal anfangen müssen, all die Arbeiten, die deine waren, selber auszuführen. Also vermeide dieses Szenario tunlichst, behandle das Flugzeug, als wäre es dein eigenes (ist es ja auch, nur halt in einer großen Haltergemeinschaft).

Handle stets nach der Devise: Ich gebe das Flugzeug in einem besseren Zustand zurück, als ich es vorgefunden habe. Das gilt übrigens auch für Wettbewerbseinsätze. Und wenn jeder so handelt, kann sich der Zustand unserer Flugzeuge während der Saison eigentlich nicht verschlechtern….

 

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