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Flüssigkeitsnachschub beim Fliegen ist ein absolutes Muss. Aber Flüssigkeiten im Cockpit mitzunehmen bedarf der sorgfältigen Überlegung.

CamelBak & LiquiPakWas sicher nicht geht, sind Glasflaschen. Sie sind zu schwer und im Cockpit nicht sicher zu verstauen. Wenn eine massive Glasflasche in der Turbulenz im Cockpit rumsaust, besteht nicht nur Gefahr für die Haube und die Instrumente, sondern auch für die Brille, die Augen und das stolze Haupt des Piloteurs.

Das Behältnis muss leicht und möglichst auch flexibel und unbreakable sein. O-Saft freischwebend im Cockpit verändert den Flugspass schlagartig. Die Trinkflaschen der Fahrradfahrer sind hier tauglich, aber in ihrer Form in einem engen Cockpit (je nach Bauform des Piloten - fass-förmig wie der Horst) recht schwer zu verstauen, manchmal einfach zu verstauen (stumpenartig wie mein Freund und Vereinskollege Jörg, da passt noch ein Tennisplatz dazu). Besser noch, weil bequem im Kofferraum zu verstauen, sind CamelBaks oder LiquiPaks. Diese Produkte gibt es in OutDoor- & Trekking-Läden. Hier muss man nur noch achtgeben, dass der Schlauch fest verschließbar ist, damit Dauertropfen oder unbeabsichtigtes Öffnen und damit Überflutungskatastrophen verhindert werden. Wegen der Tropfgefahr empfiehlt es sich auch, den CamelBak abends aus dem Cockpit rauszunehmen. Ich weiß. wovon ich rede :-).

Was tut man rein ?

Das ist eigentlich Geschmackssache, aber ein paar Erfahrungen gibt es da doch weiterzugeben.

Was sich physiologisch sehr gut eignet, ist O-Saft mit Wasser verdünnt. ABER: LiquiPaks bleiben auch nach Säuberung notorisch schmutzig. Sie lassen sich nach dem Flug nicht ohne sehr viel Aufwand von der eingefüllten Flüssigkeit säubern. Da bleiben immer Reste, auch im Schlauch. Und diese Reste - der Zucker - geben dem Schimmel Nahrung. Harte Säuberungsmittel kann man nicht verwenden, denn die verändern den Geschmack beim nächsten Gebrauch, mindestens.

Bürstchen für den  SchlauchWenn man es noch als einfach ansehen kann, das eigentliche Behältnis sauber zu kriegen - man muss nur geduldig mit heißen Wasser spülen - ist es mit dem Schlauch sehr viel schwieriger. Nach einer Woche Nichtbenutzung bekommt der innen einen hellgrauen Schimmer. Dem ist mit Spülen nicht beizukommen. Dafür gibt es in den Trekking-Läden spezielle Bürsten an Spiraldrähten. Ich wasche den Schlauch in jedem Jahr mehrfach mit Essigessenz aus, spüle ihn sauber und dann mit Zitronensaft nach, wegen des "herben" Geschmacks von Essigessenz.

Also: die Füllung sollte zuckerfrei und kohlehydratfrei sein.

Wenn man nicht zu teuren Spezialsäften greifen will, muss es ein Mineralwasser tun, möglichst mit deutlichem Magnesium-Anteil. Magnesium beugt Muskelkrämpfen vor. Also: Rosbacher mit ohne oder wenig Kohlensäure.

Horst's Wahl: Wasser ohne Kohlensäure versetzt mit einem Schuss Zitronensaftextrakt. Der Zitronensaft nimmt dem Wasser den Kunststoffgeschmack des Beutels und des Schlauchs und lässt das Wasser immer frisch schmecken. Jacqu'un à son goût.

Was sich nicht bewährt, ist stark mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser. Mit dem nachlassenden Druck in der Höhe will die Kohlensäure aus dem Wasser raus und sorgt für eine Überschwemmung.

Absolutes No-No : Mineralwasser mit viel Kohlensäure in Glasflaschen.

 

Was nimmt man mit zu essen ?

Das ist eigentlich auch Geschmackssache, aber ein paar Erfahrungen gibt es da doch weiterzugeben.

Verzichte auf gastreibende Kost - auch schon am Abend vor dem Flug. Grund ? Die Druckentlastung mit der Höhe kann deine Eingeweide zu ungewohnter Gasproduktion animieren. Im Einsitzer ist das unangenehm bis schmerzhaft, auch wenn man die olfaktorische Komponente bei der Erlösung mal vergisst. Man sitzt ja nur selbst im Nebel. Im Doppelsitzer erfüllt das aber leicht den Tatbestand der Körperverletzung.

Mein Freund und ehemaliger ASH-Miteigner Rainer Meng wird das aus leidvoller Erfahrung bestätigen.

Im Cockpit kann es sehr warm und sehr kalt werden. Dagegen ist Schokolade empfindlich. Sie schmilzt und wird damit unessbar. Oder sie wird steinhart und zu einer krümelnden Sauerei.

Fettige Wurst auf den Brötchen wird in der Hitze schmierig. Bananen werden in der Hitze und vom Druck, wenn sie irgendwo eingeklemmt sind, schwarz.

Was sich für den Horst bewährt hat - das muss aber jeder für sich selbst rausfinden - sind :

  • CORNY-Müsli-Riegel (die sind nicht zu trocken)
  • geschälte Mohrrüben
  • Apfelschnitze

 

Aber Vorsicht :

Essen im Flug kann gefährlich sein. Wenn du dich verschluckst, kannst du dich in eine lebensbedrohliche Situation bringen.

Deshalb musst du im Cockpit bewusst essen, immer kleine Bissen abbeißen, sorgfältig kauen und schlucken.

Wenn es geht, vermeide das Essen im Flugzeug bei starker Turbulenz.

 

BaustelleBaustelle Bild Corny Äpfel Möhrchen

 

 

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